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6.6.2018

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"Ich wusste, dass ich etwas tun muss"

16.12.2016

 Schon seit ich ein Kind war hatte ich immer ziemlich viele Sorgen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass eigentlich der Tod meine größte Sorge war.  Als ich an die Uni gekommen bin ist das aber erst so richtig schlimm geworden. Ich wollte in eine andere Stadt und bin weit weg von meinem damaligen Freund, meinen Schulfreunden und meiner Familie gezogen. Im ersten Semester hat mir nichts gefallen: ich habe mich ziemlich isoliert und bin die meisten Abende zuhause gewesen. Man kann sich vorstellen, dass ich so nicht wirklich neue Leute kennengelernt habe. Im ersten Jahr meines Studiums hatte ich eigentlich nur eine wirkliche Freundin.

 

Das erste Jahr an der Uni war wirklich die Hölle

 

Ich bin schon lange nicht mehr so wirklich glücklich und zufrieden gewesen. Damals habe viel geheult; gut ging es mir eigentlich nur, wenn ich bei meinen Eltern oder meinen alten Freunden war, während der Semesterferien. Ich wusste, dass ich etwas tun muss und habe versucht öfter wegzugehen, obwohl ich eigentlich keine Lust hatte. Nachdem ich mehr Leute außerhalb meines Studiengangs kennengelernt habe ging es mir schrittweise besser, aber das hat leider nicht lang angehalten, weil ich im Sommer eine Virusinfektion bekommen habe und dann erstmal für einen Monat flachgelegen bin. Das war während der Prüfungsphase und so habe ich es nicht einmal geschafft, eine Prüfung abzulegen. Meine Eltern haben sich in dieser Zeit gut um mich gekümmert, aber in dieser Zeit bin ich vor Hypochondrie fast verrückt geworden. Ich hatte panische Angst davor, Krebs oder irgendeine andere schlimme Krankheit zu bekommen. Ich habe mich die ganze Zeit nach Symptomen abgecheckt und hatte die Angst, bald sterben zu müssen. Es ist wirklich schwer zu beschreiben.

 

Ich habe noch nie professionelle Hilfe in Anspruch genommen

 

Ich dachte das diese Phase niemals aufhören wird, aber mit der Zeit habe ich diese Ängste besser in den Griff bekommen, auch wenn sie manchmal wieder zurückkehren, aber viel schwächer. Ich habe während der Zeit keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen, auch wenn ich immer wieder daran gedacht habe. Mittlerweile wächst aber in mir das Gefühl, dass es mir helfen könnte, mich gründlich über diese Zeit und meine Probleme zu beschäftigen, um daraus zu lernen. Wer weiß - vielleicht traue ich mich irgendwann mal.

 

Silvia, 20

 

 

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