Psychisches

Wohlbefinden

Daten & Fakten

Stürmische Zeiten

Das Studium ist ein neuer Lebensabschnitt, in dem Studierende den Übergang von dem Jugendalter  in das Erwachsenenalter erleben. Diese Übergangszeit ist sowohl von freudigen Erlebnissen als auch von neuen, stressigen Situationen und Belastungen geprägt.

Studierende müssen sich an neue Bedingungen und Belastungen anpassen. Im Laufe ihres Studiums müssen Studierende nicht nur die neue Situation sondern auch Reifungskrisen durchleben. Im Zuge dieser kann es zu Erschöpfungszuständen, psychosomatische Beschwerden, Ängsten und depressiven Störungen aber auch zu Risikoverhaltensweisen wie zum Beispiel exzessivem Konsum von Alkohol oder Cannabis kommen. 

  • Wohnungssuche

  • Finanzen

  • Studienorganisation

  • Eigene Verantwortung

  • Neue Freunde / Umgebung

  • Prüfungsdruck und Wettbewerb

  • Wahl des Studienfaches…

Aktueller

Forschungsstand

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass ein beträchtlicher Anteil an Studierenden im Laufe ihres Studiums erhebliche  psychische Beeinträchtigungen erleben. Im Rahmen einer Untersuchung der WHO (World Mental Health Survey) wurde berichtet, dass circa 20 % der Studierenden¹ eine psychische Störung aufweisen.

 

Ähnliche Ergebnisse zeigte eine an der Universität Mannheim durchgeführten Studie zur Erfassung von psychischen Syndromen. In dieser Studie wiesen 22,7% der befragten Studierenden mindestens eine psychische Störung auf².

 

Psychische Beeinträchtigungen bei Studierenden sind dabei im Vergleich zu gleichaltrigen Erwerbstätigen deutlich überrepräsentiert³.

Folgen für

Studierende

Folge der oben genannten psychischen Beeinträchtigungen bzw. des benannten Risikoverhaltens sind neben einem erhöhten Risiko für einen Studienabbruch auch langfristige gesundheitliche Einschränkungen mit zum Teil schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Dabei haben Beschwerden die vor Studienbeginn auftreten große Auswirkungen auf den späteren Studienerfolg bzw. -abbruch.

 

Somit wird sowohl die Lebensqualität als auch die Leistungsfähigkeit von Studierenden im Studium und im späteren Arbeitsleben negativ beeinflusst. Dies ist problematisch im Zusammenhang mit der Funktion der Studierenden als Führungskräfte in der zukünftigen Gesellschaft zu sehen. 

Prävention

& Behandlung

Insgesamt äußerten 23,3 % von 330 befragten Studierenden einen Beratungswunsch.  Der Bedarf erfolgt vor allem hinsichtlich depressiver Verstimmungen,  mangelndem Selbstwertgefühl und Prüfungsangst. Trotz der Häufigkeit von psychischen Erkrankungen erhalten bzw. nehmen nur 23,1% der betroffenen Studierenden¹ psychologische Beratung / Behandlung in Anspruch.

StudiCare möchte den Bedarf an Beratungsangeboten bei Studierenden erheben, um bestehende Angebote zu verbessern und  ort- und zeitunabhängige webbasierte Trainings, die an die Wünsche der Studierenden angepasst sind, zu entwickeln.